Ist die Sonne müde geworden?

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Seit Mitte der 90-er Jahre hat der Sonnenwind kontinuierlich abgenommen. Sein durchschnittlicher ist um 20% zurückgegangen. Das Magnetfeld der Sonne hat sich gar um 30% abgeschwächt.

Den aktuellen Druck des Sonnenwindes kann man beispielsweise bei NOAA einsehen. Unten links sehen sie den Druckmesser ("Dynamic Pressure").

Da wir erst seit 50 Jahren über derartige Messdaten verfügen, ist die Bedeutung des Ereignisses unklar. Aus der langjährigen Beobachtung von Sonnenflecken weiss man jedoch, dass die Sonne in früheren Jahrhunderten wesentlich aktiver war.

Aufgrund des Nachlassens des Sonnenwindes nahm die Zahl der schnellen Elektronen mit hoher Energie im GeV-Bereich (Intensität der kosmischen Strahlung) um rund 20% zu. Die Magnetosphäre der Sonne, welche weit über den fernen Planeten Neptun hinausreicht, hat an Volumne verloren.

Glücklicherweise absorbieren das irdische Magnetfeld und die Atmosphäre die kosmische Strahlung fast vollständig. Die äussersten Schichten der Ionosphäre haben sich jedoch abgekühlt.

Die Sonnenaktivität hat einen rund elfjährigen Zyklus. Wir befinden uns unerwarteterweise nun schon seit etlichen Jahren in einem Minimum an Sonnenaktivität. Gespannt warten wir auf ein Wiedererscheien der Sonnenflecken.

Die kleine Eiszeit am Ende des 17. Jahrhunderts korrelierte auch mit einer sehr niedrigen Sonnenaktivität.

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