Auw (AG)

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Wappen von Auw
Kanton / Bezirk / PLZ: Aargau / Muri / 5644
Lage: 47° 12' n. Br. / 8° 21' ö. L. - {{{KARTEN}}}
Höhe / Fläche: 489 m ü. M. / 8.61 km²
Einwohner: 1548 (31. Dezember 2006)
Offizielle Homepage: www.auw.ch
Bild:Auw Karte 568px.png

Auw ist eine politische Gemeinde im Bezirk Muri im Südosten des Schweizer Kantons Aargau. Sie liegt an der Grenze zum Kanton Luzern.

Geschichte

Die beiden Dörfer Auw und Rüstenschwil wurden als Houva und Rustiniswilare im Jahr 893 erstmals urkundlich im Zinsrodel des Fraumünsterstifts Zürich erwähnt

Im Jahre 1064 treffen wir den Ortsnamen wieder bei der Aufzählung der ältesten Güter des Klosters Muri. Im Habsburger Urbar von 1306 ist von "Owe" zu lesen.

Während des Mittelalters waren das Kloster Muri und die Herren von Reussegg (bei Sins) die wichtigsten Grundherren. Die niedere Gerichtsbarkeit lag in den Händen der Habsburger und der Ritter von Reussegg, während die Habsburger die hohe Gerichtsbarkeit allein ausübten. Auw und Rüstenschwil lagen im habsburgischen Amt Meienberg.

1415 eroberte Luzern das Amt Meienberg, musste es aber 1425 an den gemeinsamen Besitz der Eidgenossen zurückgeben. Aus den eroberten Gebieten wurden die Freien Ämter gebildet, eine Gemeine Herrschaft. 1429 verkaufte Henman von Reussegg seine niedergerichtliche Herrschaft an einen Büger von Luzern. 1502 kam die Herrschaft an die Stadt Luzern. Die Herrschaft Rüssegg umfasste in Auw einige Häuser und Matten vornehmlich in oberen Dorfteil. Der andere Teil der niedergerichtlichen Herrschaft in Auw ging mit der Eroberung 1415 an die neuen Landesherren über.

Kirchlich war Auw eine "Filiale" der Pfarrei Sins mit einer seit 1331 erwähnten Kapelle. Im Jahre 1638 vereinbarten die Gemeinden Auw und Rüstenschwil mit dem Abt von Engelberg eine eigene Pfarrei zu errichten. Sie wurde bis 1849 von Engelberger Patres betreut. 1705 begann man mit dem Bau der Barockkirche, die heute unter Denkmalschutz steht. Fünfzig Jahre später erbaute auch Rüstenschwil eine Kapelle.

Im Pfarrbundbrief von 1638 steht, dass Auw und Rüstenschwil zusammen 47 bewohnete Häuser hatten. Am 8. Februar 1715 zerstörte ein Brand den Hauptteil des Dorfkerns. Innerhalb von drei Stunden verschwanden 43 Firste, wodurch 25 Familien mit 150 Personen obdachlos wurden.

Im März 1798 eroberten die Franzosen die Schweiz und riefen die Helvetische Republik aus. Auw und Rüstenschwil (mit Wallenschwil) bildete je eine Agentschaft und gemeinsam eine Munizipalität im Distrikt Muri des kurzlebigen Kantons Baden. Nach der Gründung des Kantons Aargau im Jahr 1803 wurden die Bürgergemeinden Auw und Rüstenschwil zu einer einheitlichen Einwohnergemeinde vereinigt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm die Einwohnerzahl um über 20 Prozent ab, da viele Bewohner aufgrund zunehmender Armut auswandern mussten. Danach pendelte sie bis ewa 1970 stets zwischen 700 und rund 850. Mitte der 1970er setzte eine durch die Nähe zu den Städten Luzern und Zug begünstigte, verstärkte Bautätigkeit ein. Die Gemeinde wuchs dann innerhalb von dreissig Jahren um mehr als die Hälfte.

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